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oder Epoche II., ein seltsames Kind! |
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Gerald Pichowetz |
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| Wer hat wohl noch nie etwas vom Krieg der Väter
und Großväter gehört?
Wohl jeder;- und kaum einer
begreift diesen Wahnsinn, den die Menschheit hier geführt hat. Ein
Krieg, in dem das Gesicht jeder Menschlichkeit verschwunden, das Antlitz
von Freude durch Angst ersetzt war, der Hass Millionen und aber
Millionen zu Mördern und Verbrechern machte, und die Not alles Leben
fast in einen Abgrund riss, Täter wieder zu Opfern und Opfer wieder zu
Tätern machte. Niemand von damals war und ist in der Lage sich hier
auszunehmen. |
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Für den Modellbauer in mir kann diese Zeit allerdings Interessantes hervorbringen: Vor allem auf dem Gebiet der Modellbahn und der Möglichkeiten, die in dieser Epoche gebaut wurden. Die Epoche II., also ca. zwischen 1920 – 1945 hat da einiges zu bieten. Vor allem bei der „Deutschen Reichsbahn“. | |
| Große Züge entstanden in dieser Zeit wie z. B. der legendäre „Rheingold“ mit seiner Kobaltblau/Beige Lackierung oder der berühmte Henschel Wegmann Zug, um nur zwei zu nennen. Beide Züge sind im guten Fachhandel erhältlich, in den Nenngrößen N und HO. (Rivarossi, Liliput, Märklin, Trix, Arnold). Legendäre Baureihen wie 50, 52, 42, u. a. wurden gebaut. | ||
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Die Reihen 01, 03, 05 und 06 bekamen Stromlinienformen und brachen jeden Geschwindigkeitsrekord des Dampflokzeitalters. Diesel und Elektrolokomotiven wie die Reihen 18, 20, u.v.a. kündeten bereits von einer neuen Ära auf den Schienen des Deutschen Reiches. Aber dann kam ab dem 1. September 1939 jenes dunkle Kapitel, | |
| dass die Kräfte und Ideen für Jahre verdrängte und statt Lokomotiven wurden Kanonen, statt Volks (Kdf)- eben Kübelwagen, und statt Traktoren nun Panzer gebaut – der 2. Weltkrieg! Hier war erneut ein rasches Umdenken bei der Deutschen Reichsbahn erforderlich. | ||
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In den ersten Kriegsjahren bis 1942, war die Front noch weit und in der Heimat noch kaum Bombenalarm – eine ruhige Zeit für die Heimat. Aber die Zeiger der Uhr liefen immer schneller und nach der verlorenen Schlacht um Stalingrad, dem Beginn des Rückzuges an der Ostfront, sowie dem erbitterten Bombenkrieg gegen deutsche Städte, musste auch die Deutsche Reichsbahn mit den neuen Gegebenheiten umgehen lernen -und das rapide. |
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Der Begriff „Heimatfront“ tauchte auf – und so war es auch. Viele Züge wurden in Tarnfarben auf die Strecken geschickt – egal ob Personenzüge innerhalb des Reiches oder der noch besetzten Gebiete. Liliput hatte einst, als noch in österreichischem Besitz, die gesamte Serie 05 von der Fotolackierung bis zur verschalten Maschine unter anderem auch eine mit Tarnlackierung herausgebracht. Im neuen Liliput Sortiment fehlt diese noch. |
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Allerdings die getarnten Schürzenwagen sind bereits erhältlich (Nr.: L350023). Das lässt hoffen, dass diese Maschine wieder auf den Markt kommt. „Alt – Liliput“ hatte auch ein Set einer 52er mit 4 Güterwagen in Tarnlackierung in seinem Programm (Nr.: 852). Die neuen Liliput Manager haben sehr schöne Wagen mit einer Messerschmitt 109E ( Nr.: L24003 und L 240043) aufgelegt, sowie passende Wagen für den |
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Kleinwagentransport der Wehrmacht (Set Nr.: L240013). Die darauf befindlichen „sandfarbenen Automobile“ sind allerdings vollständig ungeeignet. Bei einigen ist das Geburtsdatum erst in den 50iger Jahren anzusiedeln und die Deutsche Wehrmacht verfügte bestimmt nicht über derartige Lastkraftwagen, aber auch dem Hersteller geht eben manchmal die Phantasie durch, selbst wenn behauptet wird, lt. Katalog, dass diese Fahrzeuge einzeln nicht erhältlich sind. Es wäre egal, da sie - wie gesagt - falsch sind. |
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Leider sind auch die Waggon’s nicht einzeln erhältlich, schade. Jedoch die Maschinen von Liliput eignen sich zum sammeln und zum Versuch derartige Zug und Zugkombinationen zusammen zu stellen, und gerade auf dem Gebiet der „Deutschen Reichsbahn“ haben die verschiedensten Produzenten einiges anzubieten.. Die angeführten Fotos zeigen Ihnen einen kleinen Umgang mit der Zugzusammenstellung und eröffnen doch einige Möglichkeiten. |
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Auch der Bau einer Anlage sei hier angeregt, da sich viele Modellbaufirmen wie Airfix, Matchbox, Esci, auf dieses Thema spezialisiert haben - auch in HO. In Nürnberg, im Verkehrsmuseum, hat man sich die Arbeit gemacht und einen Bahnhof mit dazugehörendem Ort im Wandel der Zeit der Eisenbahn dargestellt. Also von der Länderbahnzeit bis zum ICE- Zeitalter. Auch das Thema der „Deutschen Reichsbahn“ ist würdevoll vertreten vor und nach dem Krieg – gespenstisch! Planen Sie einmal ein Wochenende dorthin ein, es wird Ihnen gefallen. Aber nun zurück zum Thema. |
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Die verschiedensten Gebäudeerzeuger haben das Thema bereits entdeckt. Pola baut schon seit langem seine Abbruchhäuser, ebenso hat Vollmer und Faller was im Programm – damit kann man eine Stadt ebenso nach einem Bombenangriff bauen, wie mein Diorama verrät. Preiser liefert sogar im passenden Maßstab die Figuren 1: 87. |
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Auch ROCO hat „Die Wehrmacht“ im Programm – Figurenmäßig (Katalog MINITANKS 2002-2004). Der Katalogname lässt schon einiges erwarten - und so ist es auch. Vorweg, man muß schon selbst Hand anlegen bei den Fahrzeugen der Kriegsgeschichte, aber das ist bei ob erwähnten Firmen ebenso der Fall, wobei bei ROCO nur mehr einiges zuzurüsten ist und eigentlich der Hauptpart der Arbeit bei einer fachgerechten Lackierung liegt. |
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Ansonsten sind die Fahrzeuge dieser Epoche sehr gut und detailliert gearbeitet und eignen sich für den Dioramabau ebenso wie für einen Transport an die Front. Vor allem besticht ROCO hier durch die Vielzahl der Artikel. Natürlich schlägt sich alles wieder im Preis nieder. Die gelieferten ROCO Modelle an Kriegsgerät haben eine Lackbeschichtung, diese ist falsch – aber grau. Dafür kosten die Fahrzeuge aber auch um die € 6,--. |
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Wenn ROCO in die Trickkiste greift und eine Original-Lackierung zaubert, kostet das schmucke Panzerlein gleich satte € 21,40. Da ist es doch besser selbst Hand an zu legen, sonst ist die Sache nicht zu finanzieren, Zumindest befindet man sich bei derartigen „Goldpreisen“ sofort selbst im Kriegzustand, zuerst mit der Frau und der Familie – später mit der eigenen Geldbörse. Ja, ja, Krieg ist eben teuer. Aber es sei noch erwähnt, dass ROCO auch die |
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Armeefahrzeuge der „Roten Armee“ und der „Amerikaner“ sowie vieles mehr, bis in unsere Zeit in diesem Katalog hat. Durch das vielfältige Angebot beim rollenden Material der „Deutschen Reichsbahn“, ist auch so ein Zug nachbaubar. Dafür haben sie nun sogar die Möglichkeit einen Zug in Tarnlackierung für Frühjahr, Sommer und Herbst zu bauen und einen im Wintertarnanstrich für die Ostfront |
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(Liliput 52er). Allerdings drücken sie bei dieser Lok bei der Beschriftung die Augen zu. Liliput und ROCO bieten auch noch Wagen der Befreier an. Auch hier lassen sich einige schöne Zugseinheiten zusammenstellen. Vorweg die Originalfarben sind über diverse Fachliteratur zu beziehen. Dies erleichtert das Lackieren ungemein. ACHTUNG! Die angebotenen 6achsigen Schwerlasttransporter von Liliput eignen sich nicht zum Panzertransport, des Dritten Reiches. Diese Wagen gehören erst in die Epoche IV. Diese wurden erst in DDR Zeiten gebaut und da sind sie auch richtig angeführt bis 1967. |
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Auch Lima versuchte sich seinerzeit in diesem Thema und brachte einen Diesel gezogenen Zug mit einer Riesenkanone namens „Leopold“ auf den Markt. Diese Rieseneisenbahngeschütze wurden einerseits am Kanal gegen englische Küstenstädte eingesetzt und andererseits im Osten bei Sewastopol. Es waren Giganten auf Schienen. |
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Auch Micro Metakit bringt einen getarnten gepanzerten Zug in bewährter Micro Metakit Qualität, eine wahre Augenweide. Liliput versucht sich laut Ankündigung ebenfalls auf diesem Gebiet. Für alle Österreicher sei verraten, dass die österreichische BR 12, die nach dem „Anschluß“ wie die gesamte BBÖ, in die Deutsche Reichsbahn eingegliedert wurde mit dem Reichsadler versehen auf den Markt kommt. Dieser interessanten Epoche II. wird also von Herstellerseite doch einige Bedeutung beigemessen. Falls Sie den Zug als Einheit sehen möchten ist dies möglich. Er ist bei Bahn & Hobby, Fa. Traude Christelbauer, 1210 Wien, Brünnerstraße 108 ausgestellt. Falls Sie wieder fragen zum Thema haben, Sie wissen unter gerald@pichowetz.at stehe ich Ihnen jeder Zeit zur Verfügung. Noch viel Spaß beim betrachten der Bilder und einen schönen sonnigen Sommer mit Ihrem schönsten Urlaub wünscht Ihnen Ihr |
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