ÖGEG - Dampffahrgastschiff
“SCHÖNBRUNN“

Die „SCHÖNBRUNN“ wurde mit ihren Schwesterschiffen „WIEN“ und „BUDAPEST“ in den Jahren 1912/13 in der DDSG - eigenen Werft in Obuda als letzte Serie der Personen-Dampfschiffe gebaut. Die „BUDAPEST“ diente im Originalzustand bis in die Siebzigerjahre des vorigen Jahrhunderts und wurde dann in der Schiffswerft Korneuburg abgewrackt. Die „WIEN“ sank 1936 bei einer Kollision mit der alten Reichsbrücke in Wien.


ÖGEG - Dampffahrgastschiff  "SCHÖNBRUNN"


Blick in den Maschinenraum

Die „SCHÖNBRUNN“ ist das einzige noch vorhandene, von mehr als 300 Dampfschiffen, die unter der Flagge der DDSG fuhren, der ältesten, 1829 gegründeten Reederei an der Donau.
Die Hauptabmessungen der „SCHÖNBRUNN“ betragen: 74,62 m lang, 15,78 m breit, ca. 440 t Wasserverdrängung, 1,73 m Tiefgang. Fassungsraum: 900 Fahrgäste.

Die „LISL“, so heißt ihre Maschine, eine schräg liegende Compoundmaschine mit einem Hoch- und einem Niederdruckzylinder, das Herz eines echten Dampfschiffes, ist noch in jenem Zustand, in dem sie 1912 eingebaut wurde. Bei 48,5 UpM beträgt ihre Maschinenleistung 710 PSi. 
Für die Steuerkraft des dampfunterstützten Ruders sorgt eine kleine zweizylindrige Dampfmaschine, die
ein balanciertes Doppelruder (Steuer) bewegt.

Der Dampf wird in zwei mit Schweröl befeuerten Flammrohr- Kessel mit je zwei Brennern, die 1954 von der Österreichischen Schiffswerft AG in Linz bei der Umrüstung auf Schwerölbetrieb eingebaut wurden. Die Kessel arbeiten mit einem Betriebsdruck von 10,5 bar.
Damals erhielt auch das Schiff sein heutiges Aussehen (Leichtmetallaufbauten). Der stark gestiegene Bedarf an elektrischer Energie wird seither durch zwei hinter dem Maschinenraum
Abgeschottet liegenden Dieselgeneratoren gedeckt. Seit 1974 wurden von der ehemaligen DDSG Donaureisen GmbH. weitere umfangreiche Umbauten durchgeführt, um das Schiff soweit wie möglich den steigenden Anforderungen anzupassen.

Die Seitenräder mit einem Durchmesser von 4 m haben je acht Stück 3,15 x 0,75 m  große gebogene Schaufeln, die durch „fliegende“ Excenter kontrolliert werden.

Bis 1985 war die „SCHÖNBRUNN“ im fahrplanmäßigen Dienst zwischen Wien und Passau eingesetzt. 1988 wurde das Schiff außer Dienst gestellt und ging in Budapest als schwimmendes Casino vor Anker. Im Anschluss schleppte man die nicht mehr betriebsfähige „SCHÖNBRUNN“ zur OÖ Landesausstellung nach Engelhartszell wo sie als Ausstellungsschiff diente.

Um das Schiff vor der Verschrottung zu bewahren,  erwarb die Österreichische Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (ÖGEG) um den symbolischen Preis von einem Schilling + zwanzig Groschen Mehrwertsteuer das Schiff von der DDSG. Nach weiteren fünf Jahren Aufarbeitung mit mehr als 20.000 freiwilligen Arbeitsstunden durch die Vereinsmitglieder der ÖGEG lief das Schiff am 17.Oktober 2000 zu seiner ersten Fahrt nach zwölf Jahren.

Kartonmodell - Ausschneidebogen

DECKBLATT vom Karton Ausschneidebogen


Modell der Schönbrunn

Der Ausschneidebogen besteht aus 14, DIN A4 Seiten mit Baubeschreibung und Abbildungen des fertigen Modells.

Maßstab: 1:100

Wie kann man den Ausschneidebogen bekommen? 
im Souveniershop der Schönbrunn - Anfrage 
oder bei Kapitän Karl Kienast - Anfrage
oder Bildautor Walter Ulrich    - Anfrage

Fahrten der Schönbrunn Siehe ÖGEG Schönbrunn

Fotos: ÖGEG,  W. Ulrich,  H.C.Kohn.

Ernst Sladek   Bahn-Austria.at