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Ausstellung „70 Jahre ‚Amerikaner‘ in Wien“

Eine neue Sonder-Ausstellung des Bezirksmuseums Floridsdorf (21., Prager Straße 33, „Mautner Schlössl“) ist für nostalgische Mitmenschen und für Freundinnen und Freunde alter Straßenbahnen interessant.

Eröffnung / Ing. Ferdinand Lesmeister

Bildtafeln
Gestaltet hat die Schau mit dem Titel „70 Jahre ‚Amerikaner‘ in Wien“ der ehrenamtliche Museumsleiter Ferdinand Lesmeister. 
Auf 26 Tafeln mit Fotos und Texten erinnert die Dokumentation an den Transport der im Volksmund als „Amerikaner“ bezeichneten Tramway-Wagen von New York nach Wien (1949) sowie an den Fahrbetrieb (ab 1950) und an das Ende des Einsatzes der „Amerikaner“ (1969). Zudem werden einschlägige Objekte, darunter Dachsignalscheiben und eine Lochzange, präsentiert. Streckenpläne der Type „Z“ sind gleichfalls zu sehen.
Offen ist das Museum am Sonntag 10.00 bis 12.00 und am Dienstag 15.00 bis 17.00 Uhr.
                                                                                                            (BA - Bez.Mus. 2020.09.25)

Großer Ausstellungsraum

Amerikaner vor dem Bezirksmuseum

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Gedenktafel für die LOFAG in der City Nord (SCN).

Die Lokomotivfabrik Floridsdorf, kurz LOFAG, wurde im Jahr 1869 gegründet und war nicht nur 100 Jahre lang ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber in Floridsdorf, sondern hatte auch einen Spitzenplatz unter den europäischen Lokomotivfabriken.
„Produziert wurden im Laufe der Jahre Dampfloks, Zahnradbahnlokomotiven, E- Loks, Diesellokomotiven sowie sämtliche mit dem Fahrzeugbau in Verbindung stehende Teile wie z.B. Heizkessel“, berichtet Ing. Ferdinand Lesmeister, Leiter des Floridsdorfer Bezirksmuseums.
Der wohl berühmteste Beschäftigte der LOFAG war der spätere Wiener Bürgermeister und Bundespräsident Österreichs Franz Jonas.

Bild: BV 21
1958 wurde die Verschmelzung der Floridsdorfer Lokomotivfabrik mit der Simmerings-Graz-Pauker AG beschlossen und im Jahr 1969 wurde die letzte Floridsdorfer E-Lok an die ÖBB übergeben.
Das seinerzeitige Betriebsareal umfasste nicht nur die Produktionsstätten und Verwaltungsgebäude, sondern auch Arbeiterwohnhäuser. Doch in den 1980er- Jahren wurden nach einiger Diskussion über eine mögliche Nachnutzung alle Anlagen abgerissen. An deren Stelle steht heute unter anderem die Shopping City Nord (SCN).

Gedenktafel beim Eingang neben dem Merkur
Nun wurde mit freundlicher Unterstützung der Geschäftsführung der SCN im Einkaufszentrum eine vom Bezirksmuseum Floridsdorf gestaltete Gedenktafel für die LOFAG angebracht. Das Unterfangen wurde von der Bezirks-Kulturkommission einstimmig unterstützt.

„Diese Gedenktafel ist ein sichtbares Zeichen, dass die Lokomotivfabrik Floridsdorf immer ein wichtiges Kapitel in der Geschichte unseres Bezirks bleiben wird“, sagte BV Georg Papai anlässlich eines Fototermins zur Vorstellung der Tafel mit VertreterInnen der Fraktionen im Bezirksparlament.

(Presse BV 21)

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Ein Königreich entsteht in Wien

Seit 6. August 2020 gibt es im Wiener Prater eine neue Attraktion! Eine permanente Modellbahnausstellung mit der ersten Etappe „Urbanes Modell von Wien“. Technik zum Staunen und Anfassen für Jung und Alt, im Wiener Prater, nahe der U2 Station Messe Prater und dem Schweizer Haus. Das Königreich der Eisenbahnen ist eine Schwesterattraktion von „Království železnic“.

Fotos: Helmut Reiter, 6. August 2020

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Wiener Symphoniker spielen für die Achenseebahn

der Jn 8 wurde kurzerhand zur Konzertbühne umfunktioniert - zwischen die Besucher passte natürlich auch jeweils ein "Babyelefant" um den Corona Spielregeln zu entsprechen

der Platz vor der Wagenhalle hatte nicht nur einmaliges Ambiente sondern auch gute Akustik

die Künstler der Wiener Symphoniker, Lok 3 mit Lokführer Joe Steger und der unermüdliche Kämpfer für den Erhalt "seiner" Bahn - 
Direktor DI Martin Uhlig
Die Blechbläser der Wiener Symphoniker - kurz  "Symphonikerblas", gaben im Bahnhof Jenbach vor ca. 125 Besucherinnen und Besuchern ein viel beklatschtes Benefizkonzert zu Gunsten der Achenseebahn bzw. des Achenseebahn Fördervereins. Bei erstaunlich guter Akustik gaben die 7 Profis der Blasmusik 22 Stücke zum Besten und wurden dafür mit "Standing Ovations" bedacht. Trotz spätwinterlicher Temperaturen blieb es während des Konzerts trocken und das Publikum war sichtlich angetan von Musik, Musikern und dieser Initiative pro Achenseebahn - und spendete reichlich! Lokomotive 3 war mit 131 Betriebsjahren, die älteste Mitwirkende und verpasste nie ihren Einsatz - hatte sie doch bei so manchem Stück eine tragende Stimme. Ein schönes Beispiel für die Wertschätzung welcher sich die alte Zahnradbahn national und international erfreut.
(Gunter Mackinger 2020.07.20)

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Achenseebahn - Lebenszeichen
Auch wenn die Signale der offiziellen Politik zur Zukunft der liebenswürdigen Zahnradbahn von 1889 nicht gerade ermutigend sind, versucht die verbliebe Belegschaft dennoch unverdrossen substanzerhaltende und substanzverbessernde Maßnahmen für "Ihre" Bahn zu setzen. 

Das schöne und trockene Sommerwetter ist der Vegetationskontrolle dienlich, trüberes Wetter treibt die Hauptuntersuchung am Güterwagen Jn 9 voran. 

Bleibt nur zu hoffen, dass die aufgewendete Mühe und Plage letztlich nicht vergebens waren.

(Gunter Mackinger 2020.07.19)

Aufarbeitung des seit Jahren abgestellten Güterwagen Jn9 (ex Jn 5 Grazer WF/1912)

Abladen von Grünschnitt in Jenbach als Ergebnis umfangreicher Vegetationskontrolle (Lok 3 + Jn 8)

Lok 3 mit Jn 8 mit Wassertank nahe Eben

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"Eisenbahnpionier" Ing. Karl Zwirchmayr verstorben
Am 26. Juni 2020 verstarb Bahn- Zentralinspektor, technischer Rat Ing. Karl Zwirchmayr nach langer Krankheit im 92. Lebensjahr. Ing. Karl Zwirchmayr gehörte zu den unverdroßenen Vordenkern und Machern eines modernen Lokalbahnwesens in Österreich. An der Linzer Lokalbahn aufgewachsen, trat er nach der technischen Matura in die Dienste des Hauses Stern& Hafferl und hatte auf den Bahnen dieses Lokalbahn Imperiums als junger Techniker den Modernisierungsschub der frühen 1950er Jahre zu begleiten und zu gestalten. In der Folge wechselte der begeisterte, junge Eisenbahner zur St.Pöltner Straßenbahn, zu deren Betriebsleiter er bestellt wurde. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen gelang es Ing. Karl Zwirchmayr auch dort Marksteine zu setzen, die diesem liebenswürdigen aber ärmlichen Betrieb ein Überleben bis in die 1970er Jahre ermöglichte.
Einen Namen in der Fachwelt schuf sich der gebürtige Oberösterreicher Anfang der 1960er Jahre, als er als Betriebsleiter zur Montafoner Bahn nach Vorarlberg wechselte. 
Mit klaren Visionen ermöglichte er dieser kleinen, abgewirtschafteten und völlig veralteten Lokalbahn nicht nur das Überleben, sondern zu einer einmaligen Erfolgsgeschichte im Dienst der ganzen Talschaft deren Zenit heute noch gar nicht abzusehen ist.
Untrennbar verbunden ist der Name Ing.Zwirchmayr mit seinem ausgeprägten Talent aus Wenigem Nachhaltiges zu schaffen! Aus dem Schrott ehemaliger DB Dieseltriebwagen entstanden beispielsweise die beiden ersten, alltagstauglichen Zweisystem-Elektro Triebwagen Europas, mit bis dorthin auf Österreichs Lokalbahnen unbekanntem Komfort. Schritt für Schritt wurde die Montafoner Bahn unter der Leitung von Ing. Karl Zwirchmayr von der verstaubten Lokalbahn zur leistungsfähigen Vollbahn entwickelt - ein unglaublicher Kraftakt, der viel Herzblut und ungebremstes Engagement erforderte.
In den späten 1970er Jahren wechselte Ing.Karl Zwirchmayr - er war inzwischen auch gerichtlich, beeideter Sachverständiger für das Eisenbahnwesen geworden, in seine Heimat Oberösterreich zurück. Stern & Hafferl bestellte den erfahrenen Universalisten auf dem Sektor des Lokalbahnwesens zum Leiter der Linzer Lokalbahn in Eferding und zum Eisenbahnbetriebsleiter und Leiter der maschinen -und elektrotechnischen
Abteilung für das umtriebige Familienunternehmen. Unverzüglich zeigte sich die Handschrift von Ing. Karl Zwirchmayer - besonders bei der Modernisierung des Fahrparks offenbarte  sich wieder sein Talent mit geringen Mitteln aus Wenigem Attraktives zu schaffen. Damit gelang es nicht nur, viele der oberösterreichischen Lokalbahnen das Überleben zu sichern, nein - Ing. Karl Zwirchmayr legte zusammen mit weitsichtigen Entscheidungen des Stammhauses Stern & Hafferl den Grundstein für einen vor einen 

Foto: Ing. Karl Zwirchmayr (links) in seiner gerne getragenen Uniform als Bahn-Zentralinspektor mit Gattin Elisabeth und Verkehrsdirektor Gunter Mackinger beim Jubiläum 
"115 Jahre Schafbergbahn" am 7. Juni 2008 
in St. Wolfgang.
Vierteljahrhundert noch unvorstellbaren Erfolg, der sich im Ausbau der Linzer Lokalbahn zur Stadt-Regio Bahn Linz und in der Umsetzung der TraunseeTram in Gmunden manifestiert. In diesen Projekten von heute findet sich der visionäre Geist von Karl Zwirchmayr wieder, welcher eine lange Schaffensperiode geprägt hat.

Ing. Karl Zwirchmayr hat sich weit über seine Pensionierung hinaus im Eisenbahnwesen engagiert z.B. als Fachbuchautor und gesuchter Fachexperte . So konnte er als Sachverständiger u.a. wesentlich zum Erhalt und zur Modernisierung der Südtiroler Rittnerbahn beitragen. Dass der gestandene Eisenbahner auch eine umfassende Dokumentationssammlung zur Eisenbahngeschichte aufbaute und ein begnadeter Modellbahner war, ist nur ein weiterer Aspekt dieser vielfältigen Persönlichkeit.
Am 26. Juni 2020 hat Ing. Karl Zwirchmayr seinen letzten Zug bestiegen. Unsere Anteilnahme gilt vor allem seiner Gattin Elisabeth, die ihn auf allen Stationen seines beruflichen Lebens begleitete und ihm starke Stütze war, aber auch seiner großen Familie mit Kindern, Enkeln und Urenkeln. Mit Ing. Karl Zwirchmayr - dessen Verdienste durch zahlreiche Auszeichnungen auch öffentlich anerkannt wurden, verliert das Österreichische Eisenbahnwesen einen echten Pionier, Vordenker und Visionär, der sich nahtlos in die Reihe berühmter Eisenbahner dieses Landes einreiht. Ein Platz in Österreichs Eisenbahngeschichte ist Ing. Karl Zwirchmayr gesichert!                (Gunter Mackinger 2020.07.01)

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ÖBB bestätigt: "Vindobona" fährt wieder, jetzt Berlin - Dresden - Wien - Graz 

mit "klick" zum Bericht

MDR September 2019 : Die Tschechische Staatsbahn, die Österreichischen Bundesbahnen und die Deutsche Bahn AG legen ab Mai kommenden Jahres die traditionelle Eisenbahnverbindung Berlin - Wien über Dresden und Prag wieder auf. Die Deutsche Bahn AG bestätigte am Mittwoch, dass ab 5. Mai 2020 erstmals ein sogenannter Railjet von Berlin über Dresden, Prag und Wien nach Graz fahre. Die Verbindung in Gegenrichtung soll einen Tag früher starten. Die Reisezeit zwischen Dresden und Wien beträgt voraussichtlich sechs Stunden. Bereits Anfang September hatte ein Sprecher der Österreichischen Bundesbahnen auf Anfrage von MDR SACHSEN entsprechende Pläne angekündigt. Die Deutsche Bahn wollte seinerzeit dazu keine Fragen beantworten.
Quelle: MDR/lam
Legendärer Vindobona: Vindobona ist der lateinische Name für die Stadt Wien. 
Zwischen 1957 und 2014 verkehrte unter diesem Namen ein internationaler Fernzug auf der Strecke Berlin - Wien und zeitweise über den Semmeringpass weiter bis Graz. Legendär war der Zug insbesondere durch den Einsatz komfortabler Triebwagen bis Ende der 1970er Jahre, die wechselweise von der Deutschen Reichsbahn der DDR, der Tschechoslowakischen Staatsbahn ČSD und der Österreichischen Bundesbahnen gestellt wurden. Für die DDR war der Zug auch Devisenbringer, weil er von West-Berlinern für die Reise nach Wien genutzt wurde.
ÖBB: 16.06.2020 - Start der neuen Direktverbindung Graz - Berlin
Die ÖBB starten heute, 16.06.2020 mit dem Railjet 256/257 eine neue Direktverbindung zwischen Graz und Berlin. 
Mit dieser Verbindung können Fahrgäste jetzt täglich ohne Umstieg von Graz über Prag und Dresden direkt nach Berlin fahren. 
Der Vindobona, der bis Ende 2014 auf ähnlicher Strecke unterwegs war, erlebt hiermit sein Revival.

Der Railjet 256/257 verkehrt täglich unter dem Namen Vindobona zwischen Graz Hbf und Berlin Hbf und wird in Kooperation mit der Deutschen Bahn und České dráhy geführt.

Foto: ÖBB / Zenz
Feierlich verabschiedet wurde der erste Zug heute am Grazer Hauptbahnhof von ÖBB Personenverkehr AG Vorständin Michaela Huber, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Landeshauptmann-Stv. und Verkehrsreferent Anton Lang sowie Finanz- und Kulturstadtrat Günter Riegler.
>> ganzen Bericht lesen <<                                                                ÖBB Presse 16.06.2020

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Zwei Bahnhöfe im oberösterreichischen Stadl - Paura

Wer heute den Bahnhof im oberösterreichischen Stadl-Paura aufsucht, findet ein gut gepflegtes Ensemble vor, welches zahlreichen, ähnlichen Bauten aus der k.k. Staatsbahn Zeit von Böhmen bis Slowenien gleicht. Nur wenig deutet darauf hin, dass man sich auf eisenbahnhistorisch bedeutsamen Gelände bewegt, und Stadl-Paura, nahe Lambach über eine bald 190 jährige Eisenbahngeschichte verfügt.


das historische Bahnhofgebäude des Stationsplatz Lambach in Stadl-Paura mit originaler Aufschrift 
aus 1835
Alles begann 1835/36 mit dem Bau der Pferdebahn Linz - Gmunden als Verlängerung der ersten, kontinentalen Fern(pferde)bahn von Budweis nach
Linz. 
Am Stationsplatz Lambach, wie der Bahnhof Stadl-Paura damals genannt wurde, entstand ein mächtiges Bahnhofgebäude, welches auch das vermutlich 1.Bahnhofhotel Europas beherbergte. Umfangreiche Betriebsanlagen mit Ställen für rund 100 Eisenbahnpferde, Futtermagazinen und Schmieden ergänzten die betrieblichen Notwendigkeiten. 
1855/56 wurde die Pferdebahn auf Lokomotivtraktion unter Beibehaltung der Spurweite von 1.106mm, umgestellt. 
Mit dem Bau der Kaiserin Elisabeth Westbahn von Wien über Linz nach Salzburg entfiel 1859 die alte Schmalspurbahn zwischen Linz und Stadl-Paura und es wurde eine Verbindung zwischen dem neuen Bahnhof Lambach der Westbahn und dem alten Stationsplatz in Stadl-Paura errichtet.
1884 wurde der Rollbockbetrieb auf der Schmalspurbahn nach Gmunden eingeführt, welcher aber bereits 1903 mit der Umspurung der Strecke auf Normalspur ein Ende fand. Anlass für die Umspurung war einerseits der steigende Güterverkehr durch die zunehmende Industrialisierung des Salzkammerguts und andererseits der Bau der normalspurigen Lokalbahn von Lambach nach Vorchdorf - Eggenberg, ebenfalls im Jahr 1903. So erhielt Stadl-Paura südlich der umfangreichen Bahnanlagen der Schmalspurbahn einen neuen Verzweigungsbahnhof in Richtung Gmunden Seebahnhof und Vorchdorf - Eggenberg mit dem heute noch genutzten Empfangsgebäude.

Zugkreuzung der Lokalbahn Lambach - Vorchdorf  im heutigen Bahnhof Stadl-Paura mit 2 ehemaligen Triebwagen der Extertalbahn
Das alte, mächtige Gebäude aus der Pferdebahnzeit blieb erhalten und dient heute als gut erhaltenes Wohnhaus, nahe dem heutigen Bahnhof. Der ÖBB Bahnhof Stadl-Paura ist mit einem Fahrdienstleiter besetzt. Im Personenverkehr wird er seit 1988 nur mehr von den Zügen der von Stern & Hafferl betriebenen Lokalbahn nach Vorchdorf-E. bedient, während die Bedeutung die Bedeutung der seinerzeitigen Pferdebahnstrecke in Richtung Steyrermühl - Laakirchen ungebrochen ist.  
                                                                                                        (Gunter Mackinger 2020.06.12)

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Standseilbahn Haag am Hausruck
Von 1964 bis 2012 wurde der Hausberg der Marktgemeinde Haag am Hausruck, die Luisenhöhe, durch einen nostalgischen Einsersessellift erschlossen. Um auch weiterhin eine attraktive und leistungsfähige Aufstiegshilfe bieten zu können, errichteten die Betreiber eine im Jahr 2016  eröffnete, barrierefreie Standseilbahn nach dem System Wie-Li der Fa. Wiegand GmbH & Co KG aus Hessen/D. 

Güterwagen TS 1

Personenwagen 2 und 3 auf der „Talbahn“ ohne Seil
Die 10 Personenfahrzeuge die durch Güterwagen für den Transport von Gütern und vor allem Rodeln ergänz werden, können sich an das ständig laufende Seil ein – und auskuppeln, ein Prinzip welches von den Kabelbahnen aus dem 19. Jahrhundert, in San Francisco noch immer im Einsatz, bekannt ist. Neu ist, dass die Talfahrt ohne Seil, lediglich mit der Hilfe  einer Wirbelstrombremse erfolgt. 

Seitenansicht der kompakten Einrichtungs – Seilbahnwagen  

Übersicht über die Talstation – im Hintergrund die ehemalige Talstation des Sessellift
Ähnliche Systeme Lieferte die Fa. Wiegand neben Europa schon auf mehrere Kontinente. Die Anlage in Haag ist für Berg- und Talfahrt 890m lang und bietet herrliche Ausblicke auf den Markt Haag am Hausruck und den Hausruckwald. Leider musste die Betreiberfirma Anfang 2020 Insolvenz anmelden – es bleibt aber im Sinn der ganzen Region zu hoffen, dass eine Lösung für diese innovative Anlage gefunden wird und damit ein Weiterbetrieb gesichert ist.                (Gunter Mackinger 2020.06.11)

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Gleisgeschichten der ÖBB

Pünktlich zum Jahresende zeigen die ÖBB in diesem Best-of noch einmal die Highlights ihrer Gleisgeschichten. 

ÖBB 2018: In sechs Episoden durften wir heuer sehr unterschiedliche Menschen kennen lernen, die aber alle etwas vereinte: ihre Liebe zur Bahn. Aber seht selbst...

Sehen kann man dieses Best-of bei Youtube

ÖBB 2019: 
Alfred Nusser - Der Jäger der echten Klänge
Um die Klänge einer seltenen Lokomotive einzufangen ist ihm kein Weg zu weit. Für eine rare Diesellok, ist er schon mal an die polnische Grenze gefahren. Seine Kunden wissen die Mühe zu schätzen, seine Sounds begeistern internationale Fans. Alfred Nusser ist der Jäger der echten Klänge.

Sehen kann man dieses Video bei Youtube


Der, bei den Filmaufnahmen erstellte Sound ist ab sofort auf ZIMO Decoder bei AMW-Hübsch erhältlich.
Siehe Soundliste


Information bei 
http://amw.huebsch.at/ 
Tel.: +43 1 7983281-40
                                                                                                                            (BA 2019.04.10)

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120 Jahre Eisenbahn Ödenburg - Pressburg
Mit zwei Bildtafeln wird im Warteraum des Bahnhofs Eisenstadt an den 120 Jährigen Bestand dieser Strecke gedacht. 
Die Gedenktafeln entstanden durch eine Initiative zweier Bundesbahn Mitarbeiter.

Die königliche Freistadt Ödenburg war bereits seit 1847 mit Wr. Neustadt schienemäßig verbunden. Aber erst Jahre später dachten die Ödenburger auch an eine Bahnverbindung mit der alten Haupt- und Krönungstadt des Königreichs Ungarns, Pressburg.
Die ersten Pläne sahen eine Verbindung zwischen Ödenburg und Pressburg über Rust vor.

19.März 1892 wurde auf eine Initiative des Grafen Batthyany beschlossen nunmehr mit allem Ernst an die Ausführung des Projekts zu schreiten.
5.Mai 1896 fand die Konzessionsverhandlung der Ödenburger-Eisenstadt- Pressburger Bahn nunmehr nach Plänen der Konzessionäre Haller und Laschober einer Bahn Ödenburg-Eisenstadt-Schützen- Neusiedl-Pressburg statt.
20.März 1897 wurde nach der vorangegangen Planungsphase der Spatenstich um 1 Uhr Nachmittag auf einem Acker in Kittsee vorgenommen.

Große Schwierigkeiten gab es beim Bau im Allgemeinen nicht, einzig das Terrain um und in Neusiedl verursachten einige Schwierigkeiten.
Die Bauarbeiten schritten zügig voran, schon im Oktober 1897 waren die beiden Städte Ödenburg und Pressburg mit einem Schienenstrang verbunden.
Am 13.Dezember 1897 erfolgte mit dem um 11 Uhr eintreffenden Sonderzuges aus Ödenburg die feierliche Eröffnung der Strecke.

Am 18.Dezember 1897 wurde die 92 km lange Strecke dem öffentlichen Verkehr übergeben.

1.Jänner 1922 Übernahme der Strecke durch die Österreichische Bahn
8.Dezember 1975 Ende des planmäßigen Dampfbetriebs
Dezember 2009 Elektrifizierung der Strecke Neusiedl am See bis Wulkaprodersdorf  (G.Wolf 2017.12.06)

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SWR - Pässe Puffer Palatschinken

Die Eisenbahn in Österreich feiert ihren 175. Geburtstag und Eisenbahn-Romantik feiert in Form einer spektakulären Sonderfahrt mit. 
Mit zwanzig verschiedenen Dampflokomotiven und einigen E-Lok Oldtimern geht es einmal quer durch die Alpenrepublik.
Mehr als 2.500 Kilometer werden in acht Tagen zurückgelegt. Glanzlichter sind die Fahrt über den Arlberg, vorbei an Kitzbühel, über die Tauern und die Murtalbahn, auf der man reisen kann, wie vor hundert Jahren.

Samstag, 29. Dezember 2012 – 20:15 Uhr SWR (90 Minuten)
Zur SWR-Seite und Video >>HIER<<                                    (Bahn-Austria - SWR Web.2012.12.23)

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Verantwortlich für Text und Bilder sind die bei den Berichten angegebenen Berichterstatter / Autoren.

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