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"City S-Bahn" Weiz

Von der Fachwelt fast unbemerkt, ereignete sich im September 2018 in der oststeierischen Kleinstadt Weiz ( ca. 12.000 Einwohner) ein verkehrspolitische Revolution. Die 1889 eröffnete, normalspurige Landesbahn Gleisdorf – Weiz wurde auf einer Neubaustrecke im Straßenraum 900m  durch die Innenstadt  bis Weiz Nord verlängert. Die periphere Lage des bisherigen Endbahnhofs wird egalisiert und der verkehrliche Nutzen der Landesbahn nachhaltig gesteigert. In der Startphase verkehren täglich 6 Zugpaare(Mo-Fr) zum neuen Endpunkt in Weiz Nord, und das mit ganz normalen Eisenbahnzüge, Lok bespannte Wendezüge wie auch Triebwagen.


VT 5047.401 und 402 (JW 1992) am Nordkopf des Bf. Weiz – im Hintergrund die Rampe zur „Stadtbahn“ .


VT 5047.401 und 402 (JW 1992) in der Kapruner Generator Straße im Kreuzungsbereich mit der Dr. Karl Widdmann Straße – im Hintergrund die neue Endstation der Landesbahn Gleisdorf – Weiz „ Weiz Nord“.


VT 5047.401 und 402 an der neuen Endhaltestelle Weiz Nord


Projekttafel für die demnächst zu erwartende Überdachung der mittig in Weiz gelegenen Haltestelle Weiz Zentrum und das nahen Busbahnhofs.

Ganz neu ist die Idee allerdings nicht. In ähnlicher Lage, wie die der heutigen Neubaustrecke, gab es seit 1919 eine Anschlussbahn vom Landesbahnhof in Weiz zur Fa.Pichler & Co, der späteren ELIN, heute Andritz Hydro. Diese Anschlussbahn wurde bereits von 1933 -1941 und von 1949-1957 bis zur damaligen Haltestelle Weiz Stadt (heute Weiz Zentrum) für den Personenverkehr genutzt. Der zunehmende Straßenverkehr schien diese fahrgastfreundliche Regelung nicht mehr zuzulassen ehe nach einem Spatenstich 2015 die alte Anschlussbahn in Straßenmitte aufgelassen und in Seitenlage als öffentliche Eisenbahn neu errichtet wurde. 


VT 5062.03 in der Lackierung des Steierischen Verkehrsverbundes, passiert in Weiz Zentrum den 1620 errichteten Schießstatt Turm der Stadtbefestigung

Während der Umsetzungsphase der „Orts Durch Fahrt“ gab es natürlich ein eigenes Informationsbüro der Projektpartner in der Innenstadt

Auch der in unmittelbarer Nachbarschaft zur neuen S-Bahn Haltestelle Weiz Zentrum gelegene Busbahnhof in der Siegfried Esterl Gasse wurde neu gestaltet und erhält zeitnah 2019 auch eine Überdachung

VT 5047.402 fährt von Gleisdorf kommend in die Haltestelle Weiz Zentrum ein. Die Neubaustrecke ist umfänglich in die Sicherungsanlage der Landesbahn Gleisdorf – Weiz eingebunden

Die Bedienung der Andritz Hydro wurde soweit zulässig auch während der Bauphase aufrecht erhalten, der Personenverkehr startete am 10. September 2018.


5047.402 auf der Fahrt von Weiz Zentrum nach Weiz Nord
Ähnliche Situationen mit peripheren Bahnhöfen gab und gibt es weltweit zu Hauf. Oft gab sogar Erschließungen von Ortkernen durch Führung der Eisenbahn im Straßenraum – solche Lösungen wurden aber zu 99% dem Individualverkehr geopfert. Bleibt zu hoffen, dass das Weizer Beispiel Schule macht und Eisenbahnen den öffentlichen 

Lebensraum abseits von Lärmschutzwänden und Schutzzäunen wieder zurück erobern – ein lehrreiches Beispiel, welches zur Nachahmung dringend empfohlen sei!

(Gunter Mackinger 2018.11.11)

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Reihe 1014 wieder zurück in Österreich
Es kehrten die von den ÖBB ausgemusterten Triebfahrzeuge, Reihe 1014 nach Österreich zurück.

Es trafen die Fahrzeuge 1014 002 bis 1014 005 bzw.1014 007 bis 1014 018  in Österreich ein und wurden in Leopoldau abgestellt.

Die 1014 010, 1014 016, 1014 005, 1014 004, 
1014 008, 1014 014 und 1014 003 wurden dann nach Strasshof gebracht.

In den nächsten Wochen soll geklärt werden wie es mit den Maschinen weiter gehen soll. 
Was man mit diesen Fahrzeugen vor hat wird man vermutlich in der nächsten Zeit erfahren.

                                         (G Wolf 2018.09.28)

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Abschied mit zwei lachenden Augen - die Gmundner Straßenbahn
Selten gelingt es einen Abschied ungetrübt und ohne "Träne im Knopfloch" zu erleben. Immer schwingen Sentimentalitäten und Erinnerungen an Erlebtes mit welches uns den Abschied erschwert. Eine der wenigen Ausnahmen im Schienenverkehr, wo Abschied nehmen meist mit Einstellung gleich zu setzten
ist, ist die Gmundner Straßenbahn, die nach bald 125 Jahren im Projekt TraunSeeTram der Lokalbahn Vorchdorf - Gmunden aufgeht.


Schon bald Alltag - die künftige Abfahrtsstelle der TraunSee Tram in Gmunden Hbf. mit niveaugleichen Zugang zu den ÖBB Gleisen; hier mit den TramLinks (ET23.) 129 und 131


1952 bei DÜWAG/Kiepe für die Vestische Straßenbahn als Tw 347 (GM 9) und Tw 341 (GM 10) gebaut.

1952 bei DÜWAG/Kiepe für die Vestische Straßenbahn als Tw 347 (GM 9) und Tw 341 (GM 10) gebaut und seit 1974 in Österreich. Innenraum und Fahrerplatz im unverkennbaren Charme der 1950er Jahre.  Für beide Triebwagen war der 25.8.2018 der finale Abschied vom Salzkammergut im öffentlichen Betrieb - vielleicht gibt es (mit Teilen davon) ein Wiedersehen nahe ihrer ursprünglichen Heimat!?

Wo gibt es das noch - 3 klassische Großraumwagen aus der Familie DÜWAG im Planbetrieb; letztmalig bei Stern & Hafferl in Gmunden am 25.8.2018 v.l.n.r.: GM 8 (Lohner/Kiepe 1961), GM 9 (DÜWAG/Kiepe 1952) und GM 10 (DÜWAG/Kiepe 1952) vor der alten Remise

Seit der Eröffnung der Lokalbahn in Gmunden im Jahre 1894
diente die Remise an der Kraftstation der Wartung und Unterbringung der Straßenbahnen.
Seit der Eröffnung der Lokalbahn in Gmunden im Jahre 1894  diente die Remise an der Kraftstation der Wartung und Unterbringung der Straßenbahnen. Künftig werden diese Aufgaben von den Anlagen in Vorchdorf und in Gmunden Hbf. übernommen. Eine weitere Abstellhalle soll letztlich in Engelhof, Österreichs ältestem aktiven Bahnhof, entstehen. Die alte Straßenbahnremise wird künftig der Unterbringung der historischen Fahrzeuge 5,8 und 100 dienen, welche die Erinnerung an die Gmundner Straßenbahn auch in Zeiten des TramLink wach halten werden.
Ab 1.September 2018 wird umgesetzt was Generationen von Bürgerinnen und Bürgern seit mehr als 100 Jahren immer wieder versucht haben, die Verknüpfung zweier Meterspurbahnen (Lokalbahn in Gmunden und LB Gmunden - Vorchdorf) zu einem Gesamtkonzept. Zu verdanken ist dieses epochale Werk standhaften Politiker, visionären Verkehrsplanern, dem umtriebigen Eisenbahnunternehmen Stern& Hafferl und den hunderten Freunden der Gmundner Straßenbahn im Verein "Pro Gmundner Straßenbahn".
Die betriebliche Besonderheit des 25.8.2018 waren die 15minütigen Kreuzungen am Tennisplatz mit wechselnden Fahrzeugen - hier TramLink (ET 23.)129 und der in letzter Zeit selten eingesetzte GM 9 (ex Vestische 347) bzw. GM 10 (ex Vestische 341)

GM 5 (Grazer WF/ÖSSW/1911) zwischen Rosenkranz und Kraftstation

Das Bild der Zukunft - TramLink (ET 23.) 129 auf der Fahrt nach Gmunden Hbf. nahe der Haltestelle Tennisplatz - im Hintergrund Schloß Orth und der Traunsee
Das Eisenbahnimperium Stern & Hafferl ist bekannt für seine stilvolle Feierkultur. So gibt es nicht nur ein rauschendes Fest zur Verknüpfung der Schmalspurbahnen diesseits und jenseits der Traun am 1.September 2018, sondern es wurde am 25. August 2018 ein würdiger Abschied von der alten Tramway ermöglicht. 
Letztmalig im Straßenbild der Keramikstadt am Traunsee - GM 9 auf der Esplanade, bei Ein- und Durchfahrt in der romantischen Kuferzeile - 720: 

Umsteigen bei Fahrzeugwechsel an der Halterstelle Keramik

Trotz regnerischem und kühlen Salzkammergutwetter wurde zur großen Freude der Fans auch der Sommertriebwagen 100 (Grazer WF/UEG/1898) ex Linzer Pöstlingbergbahn im Planbetrieb eingesetzt

Eigentlich wurde ja bereits am 10. August um 17.30 Uhr der Betrieb zwischen Franz Josef Platz und Hauptbahnhof auf die neuen Lokalbahnwagen vom Typ TramLink umgestellt. Die Triebwagen (ET 23.) 129 und 131 wurden ja nach dem Lückenschluss auf der Traunbrücke von Vorchdorf nach Gmunden überstellt. 

So bleibt sie in Erinnerung - die Gmundner Straßenbahn, liebenswürdige Einrichtung einer vergangenen Zeit ! 

Das Bessere ist bekanntlich der Feind des Guten - ab 1. September 2018 durchgehend Vorchdorf - Gmunden Hbf. mit der TraunSeeTram



Am 25.8.2018 öffneten sich noch einmal die Tore der alten Remise für den Fahrpark der Gmundner Straßenbahn mit den Baujahren 1898,1911,1952 und 1961. 
Der Fahrplan wurde zum 15 Minuten Takt verdichtet und jeder zweite Zug wurde mit jeweils wechselnden Oldtimern geführt. Hunderte Freunde der Gmundner Straßenbahn folgten der Einladung und nahmen Abschied von ihrem persönlichen Favoriten. Der letzte öffentliche Einsatz in Österreich dürfte es vor allem für die Triebwagen 9 und 10 gewesen sein, welche 1974 von der Vestischen Straßenbahn an den Traunsee kamen.  "Die Gmundner Straßeenbahn ist tot - es lebe die TraunSeeTram !!!"  
                                                                                                     (Gunter Mackinger 2018.08.28)

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90 Jahre Wiener Liliputbahn
Beginnend am 15. August feiert die Wiener Liliputbahn im legendären Prater bis zum Wochenende 18./19. August ihren 90. Geburtstag.


Diesellokomotive D 2 (nicht zu verwechseln mit der Gastlok der Donauparkbahn mit gleicher Bezeichnung) – entstand 1962 durch Umbau der Dampflokomotive Da 3


Diesellokomotive D 1 (GEBUS/1957) neben der Klassikerin aus dem Eröffnungsjahr Da 2 (Krauss/1928) vor dem Heizhaus

Eröffnet wurde diese klassische „Ausstellungsbahn“ auf der Spurweite von 381mm  am 1. Mai 1928 mit einer 2,5 km langen Strecke die in den Folgejahren auf die heutigen 3,9 km erweitert wurde. Die Spurweite geht auf Sir Arthur Heywood zurück, der 15 britische Zoll als kleinste Spur für regulären Eisenbahnbetrieb und militärischen Einsatz propagierte. Trotz der Kleinheit von Spur und Fahrzeugen stellt die Liliputbahn im Wiener Prater eine „echte Eisenbahn“ dar, was sogar auch schon vom Obersten Gerichtshof festgestellt wurde. Auch was die vorzügliche Instandhaltung von Anlagen und Fahrzeugen betrifft steht dieses private Bahnunternehmen den großen Schwestern und Brüdern in nichts nach. Ganz im Gegenteil – was in Innovationskraft betrifft, wäre es durchaus zweckmäßig wenn die ganz Großen der Branche sich ein Beispiel an der Liliputbahn nehmen würden ! Während der Festtage zieht die Wiener Liliputbahn jedenfalls alle Register und begeistert Jung und Alt mit dem bunten Programm. Vielleicht noch ein Tip für kommendes Wochenende – Samstag und Sonntag ab ca. 10 Uhr !

Die Gastlokomotive der Donauparkbahn D 2 (Bauer/1963) mit der Achsfolge 2 B eigentlich eine technische Rarität,  weil die Lok auf Grund ihrer fixen Antriebsachsen am hintersten Radsatz über eine Walze  an Stelle von Spurkranzrädern verfügt.  
Wie am Eröffnungstag 1928 kam auch am 90. Geburtstag die Krauss Dampflok Ds 1 im Planbetrieb zum Einsatz und trug am Schlepptender das Jubiläumslogo – die abwechslungsreiche Streckenführung bietet viele interessante Aus- und Einblicke. In der Regel ist an Wochenenden bei passender Witterung mit dem Einsatz einer der beiden Dampflokomotiven zu rechnen
Neben dem Einsatz der legendären Dampflokomotiven hat sich die Betriebsleitung der Liliputbahn für das Fest etwas ganz Besonderes einfallen lassen ! Als Gratulantin zum 90. Geburtstag stellte sich die selten zu beobachtende  Lokomotive D 2 der Donauparkbahn ein, einer zweiten 381mm Schmalspurbahn am anderen Ufer der Donau. Diese Bahn wird auch von der Liliputbahn im Prater betrieben und verfügt über eine Streckenlänge von 3,34 km. Diese Rarität stahl fast der eingesetzten Dampflok aus dem Eröffnungsjahr die Show. 

Zu einer „echten“ Eisenbahn gehört natürlich auch ein Salonwagen – Waggon 101 aus dem Jahr 2015 der selbstverständlich gemietet werden kann

Seit April wurde auf der Wiener Liliputbahn eine Wasserbrennstoffzellen Lok erprobt – kurz „HydroLilly“ genannt – oder alternativ mit der UIC Nummer A-LILI 97 81 1265 001-2; die Versuche sind abgeschlossen und die Lok wird im Herbst abgebrochen werden – ein kurzes aber spannendes Intermezzo im Jubiläumsjahr

Diesellokomotive D 4 wurde 1967 bei Tobisch/Wien  als D 5 für den Donaupark gebaut und erst 1974 in den Prater als D 4 versetzt. In ihrer Erscheinung erinnert diese Lok an das Projekt einer nie realisierten ÖBB Baureihe 2094. Hier kreuz sie in der Station Rotunde den Gegenzug mit der Donauparkbahn D 2

In der Werkstätte entsteht gerade der Prototyp einer neuen Lokomotiven-Generation für die Liliputbahn und vielleicht ähnliche Bahnen auch außerhalb Österreichs. Die als E 1 bezeichnete Akkulok wird eine Leistung von 44kW und eine Höchstgeschwindigkeit von 30km/h aufweisen.

Selbst einen Akkutriebwagen hat die Liliputbahn seit Kurzen in ihrer Flotte – dieser verfügt über eine spannende Geschichte. 
Gebaut 1978 bei Knotz/Wien für den Limbergstollen in Kaprun, später versetzt zur Höhenbahn Reißeck und letztlich nach Klütz bzw. Rügen verkauft konnte er nach Österreich zurück geholt werden. 
Derzeit erfolgt die Umspurung von 600mm auf 381mm und die Adaptierung der Technik für die Belange der Liliputbahn. Künftig wird er mit einer Leistung von 20kW und 25 km/h ein attraktives Fahrzeug für Schwachlastzeiten und Schlechtwetter darstellen.
Heizhaus, Remise und Werkstätte öffneten für das Publikum ihre Tore und so konnte auch Blick in die Zukunft der Bahn mit Akkulok und Akkutriebwagen geworfen werde. Jedenfalls sind sich alle Freunde dieser kleinen Bahn einig – ad multos annos – zumindest aber weitere erfolgreiche und unfallfreie 90 Jahre zur Freude vieler Generationen von begeisterten Fahrgästen  (Gunter Mackinger 2018.08.17)

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Schlossalm Standseilbahn Bad Hofgastein eingestellt
Mit der letzten Fahrt der Bad Hofgasteiner Schlossalmbahn um 16.30 Uhr endet am Ostermontag 2.April 2018 der reguläre Betrieb dieser traditionsreichen Standseilbahn im Gasteinertal.

Der letzte Betriebstag war geprägt durch prachtvolles Frühlingswetter und vom Neuschnee glänzende Berggipfel. Neben tausenden Schifahrern nutzten auch hunderte Einheimische noch einmal die Möglichkeit eine Fahrt mit der vertrauten Bergbahn zu unternehmen.

Eröffnet wurde die  1251m lange Standseilbahn am 15.9.1964. 1984 erfolgte eine Modernisierung mit neuen Wagen und einer Verdoppelung der Stundenleistung von 700 Pers/h auf 1600Pers/h. 
Gebaut wurde die Seilbahnanlage von Wagner-Biro mit Steuerungstechnik von BBC. Die vierachsigen Wagen der zweiten Generation lieferte die Gangloff AG. Künftig wird eine Einseil Umlaufbahn als Aufstiegshilfe die Standseilbahn ersetzten - diese wird abgetragen. Damit folgt die Schlossalmbahn dem österreichischen Trend zum Ersatz von Standseilbahnen in Schigebieten durch leistungsfähigere Luftseilbahnen.                                                                            (Gunter Mackinger 2018.04.11)

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120 Jahre Eisenbahn Ödenburg - Pressburg
Mit zwei Bildtafeln wird im Warteraum des Bahnhofs Eisenstadt an den 120 Jährigen Bestand dieser Strecke gedacht. 
Die Gedenktafeln entstanden durch eine Initiative zweier Bundesbahn Mitarbeiter.

Die königliche Freistadt Ödenburg war bereits seit 1847 mit Wr. Neustadt schienemäßig verbunden. Aber erst Jahre später dachten die Ödenburger auch an eine Bahnverbindung mit der alten Haupt- und Krönungstadt des Königreichs Ungarns, Pressburg.
Die ersten Pläne sahen eine Verbindung zwischen Ödenburg und Pressburg über Rust vor.

19.März 1892 wurde auf eine Initiative des Grafen Batthyany beschlossen nunmehr mit allem Ernst an die Ausführung des Projekts zu schreiten.
5.Mai 1896 fand die Konzessionsverhandlung der Ödenburger-Eisenstadt- Pressburger Bahn nunmehr nach Plänen der Konzessionäre Haller und Laschober einer Bahn Ödenburg-Eisenstadt-Schützen- Neusiedl-Pressburg statt.
20.März 1897 wurde nach der vorangegangen Planungsphase der Spatenstich um 1 Uhr Nachmittag auf einem Acker in Kittsee vorgenommen.

Große Schwierigkeiten gab es beim Bau im Allgemeinen nicht, einzig das Terrain um und in Neusiedl verursachten einige Schwierigkeiten.
Die Bauarbeiten schritten zügig voran, schon im Oktober 1897 waren die beiden Städte Ödenburg und Pressburg mit einem Schienenstrang verbunden.
Am 13.Dezember 1897 erfolgte mit dem um 11 Uhr eintreffenden Sonderzuges aus Ödenburg die feierliche Eröffnung der Strecke.

Am 18.Dezember 1897 wurde die 92 km lange Strecke dem öffentlichen Verkehr übergeben.

1.Jänner 1922 Übernahme der Strecke durch die Österreichische Bahn
8.Dezember 1975 Ende des planmäßigen Dampfbetriebs
Dezember 2009 Elektrifizierung der Strecke Neusiedl am See bis Wulkaprodersdorf  (G.Wolf 2017.12.06)

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SWR - Pässe Puffer Palatschinken

Die Eisenbahn in Österreich feiert ihren 175. Geburtstag und Eisenbahn-Romantik feiert in Form einer spektakulären Sonderfahrt mit. 
Mit zwanzig verschiedenen Dampflokomotiven und einigen E-Lok Oldtimern geht es einmal quer durch die Alpenrepublik.
Mehr als 2.500 Kilometer werden in acht Tagen zurückgelegt. Glanzlichter sind die Fahrt über den Arlberg, vorbei an Kitzbühel, über die Tauern und die Murtalbahn, auf der man reisen kann, wie vor hundert Jahren.

Samstag, 29. Dezember 2012 – 20:15 Uhr SWR (90 Minuten)
Zur SWR-Seite und Video >>HIER<<                                    (Bahn-Austria - SWR Web.2012.12.23)

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